Amiga - Schwächen

Sowohl die Firma Amiga als auch ihre Computer-Modelle hatten aber trotz des teilweise großen Erfolges der Modelle mit einigen Schwächen zu kämpfen. Die größte und folgenreichste Schwäche von Amiga ist im schlechten Management der Firma Commodore zu sehen, die Amiga Mitte der 80er Jahre übernahm.

Problematisch waren vor allem viele Fehlinvestitionen, die dazu führten, dass einige Amiga-Modelle ihr Publikum nicht überzeugen konnten und dadurch kaum verkauft wurden; das investierte Geld fehlte daraufhin für die Entwicklung von bahnbrechenden neuen Features mit denen Amiga vorher punkten konnte, was wiederum dazu führte, dass die Firma langsam aber sich den Anschluss an multimediale Computer-Entwicklung verlor.

Eines der größten Hindernisse in der Amiga Entwicklung war die Unverwendbarkeit der Computer im Büro Bereich. Auch wenn die Amiga-Modelle damals zwar schneller waren, als die Modelle der Konkurrenz, so machte die Geschwindigkeitsdifferenz aber keinen so großen Unterschied, dass man es als Kaufargument werten könnte. Zudem war auch schlechte Bildwiederholfrequenz und die geringe Zeilenzahl der Amiga Computer für den Büroeinsatz vollkommen inakzeptabel. Die Unmöglichkeit des Anschlusses von VGA-Standardmonitoren und deren allzu teuere Alternativen taten ihr Übriges.

Was die Software angeht, gab es auch hier Schwierigkeiten, da beispielsweise oft kaum Standard Software für die Amiga-Modelle erhältlich war, sondern diese erst später veröffentlicht wurde, wenn sich viele Kunden bereits gegen einen Amiga Computer entschieden haben. Durch das ungünstige Betriebssystem, konnten weiterhin nicht alle Kapazitäten des Amiga voll ausgeschöpft werden.

Ein weiteres Problem waren die Verluste durch Raubkopien der Computer-Spiele. Zwar konnten sich Amiga-Spiele schnell etablieren, jedoch dauerte es nicht lange, bis die ersten Raubkopien, der ungeschützten Spiele auftraten. Diese Tatsache und die weite Verbreitung der Kopien führte nicht nur zu starken Umsatzeinbrüchen im Spiele Bereich, sondern auch dazu, dass Amiga seinen guten Ruf einbüßen musste.

Und letzten Endes muss auch der Vormarsch von Windows-Computern als große Hürde für Amiga gesehen werden, an der die Firma aber letztlich, wenn auch vielleicht zu großen Teilen nicht selbstverschuldet, scheiterte.