Amiga - Musik & Kunst

Amiga-Entwickler und die Liebe zum Detail

Die Firma Amiga zeichnete sich seinerzeit aber nicht nur durch die hochwertige technische Ausstattung ihrer Computer aus, sondern auch durch den Humor und Einfallsreichtum ihrer Entwickler. Denn betrachtet man einige der Amiga-Modelle einmal genauer, so fallen einem viele phantasiereiche Details ins Auge, die einen nicht selten schmunzeln lassen und den Computer selbst um eine individuelle Note der Entwickler bereichern.

Denn wie viele andere auch, so „markierten“ auch die Amiga-Entwickler ihr Eigentum. Im ersten Modell, dem Amiga 1000, finden sich beispielsweise auf der Innenseite des Gehäuses die Unterschriften der Entwickler und sogar die „Unterschrift“ (Pfotenabdruck) des Hundes von Jay Miner, dem geistigen Vater der Firma. Weitere Spielereien sind die Namen einiger Modellkomponenten; so gibt es in einigen Amiga-Modellen einen Zorro, eine Paula, eine Denise und einen Fat Agnus. Auch Querverweise auf Musikbands und Songs lassen sich in einigen Modellen finden, wenn man den Computer einmal auseinanderbaut.

Aber auch was die Software angeht, haben sich die Entwickler von Amiga ab und zu einmal heimlich verewigt. Das Amiga-Pendant zum weltbekannten „Blue Screen“ von Windows nannte sich bei Amiga sehr einfallsreich „Guru Meditation“ und Disketten, die nicht vollständig wiederhergestellt werden konnten, trugen den bedeutungsreichen Namen „Lazarus“.
Wenn man sich einmal näher damit befasst und gründlich sucht, so finden sich noch etlicher solcher kleinen Überraschungen der Amiga-Entwickler, die ein eindeutiges Zeugnis einer humorvollen Zusammenarbeit und Gestaltung der Amiga-Modelle beweist.

Ein zusätzliches Highlight ist die Zusammenarbeit der Entwickler mit bekannten Größen aus Musik und Kunst. So haben beispielsweise die Musiker Hardy Hard, Chris Hülsbeck, Jesper Kyd und Sven Väth eng mit Amiga zusammengearbeitet und sich an den Chiptunes beteiligt. Im Bereich der Kunst sind vor allem Station Rose und die weltberühmte Pop-Art-Ikone Andy Warhol zu nennen, die zu großen Teilen für eine ansprechende Visualisierung verantwortlichen waren. Wem das an Publicity nicht reicht, der kann einige Modelle von Amiga auch im Fernsehen (z.B. bei Miami Vice) wiedersehen.

Diese Liebe zu Details, die die Entwickler in diesen Aspekten bewiesen, machte die Amiga-Modelle einzigartig in der Computer-Branche und für viele Käufer auch gerade deswegen besonders begehrenswert und deswegen wahrscheinlich auch ein Grund für die Popularität und den enormen Absatz der Amiga-Modelle.