Amiga - Hardware Ausstattung
Amiga entwickelte einige innovative Hardware für ihre Modelle, die zu den leistungsfähigsten Komponenten ihrerzeit gehörten und die Amiga-Modelle von denen der Konkurrenz abhob:
- Prozessor: Die Prozessoren aller ursprünglichen Amiga-Modelle, d.h. die Modelle, die Commodore Amiga entsprangen, wurden von Motorola hergestellt. Das erste verwendete Modell war der 68000 Prozessor und später dessen Nachfolger-Modelle bis zum 68060 Prozessor. Die Nachfolgermodelle der Amiga-Serie und die Modelle anderer Hersteller bedienten sich der modernen PowerPC-CPU Prozessoren und rüsteten ihre Entwicklungen damit aus.
- Chipsatz: Der spezialisierte Custom-Chipsatz war lange Zeit die große Stärke der Amiga-Modelle, da es der leistungsfähigste und einzige seiner Art war. Der Chipsatz bestand aus mehreren Komponenten (Paula, Denise, Agnus), die in Zusammenarbeit als Co-Prozessor für den Hauptprozessor fungierten und diesen in einigen Teilgebieten (hauptsächlich Graphik und Sound) unterstützten. Problematisch war jedoch, dass mit dieser Entwicklung die Weiterentwicklung neuer und leistungsfähigerer Chipsätze stagnierte und diese Technologie später längst nicht mehr dem modernen Standard entsprach. Für ein kurzes Aufleben sorgte nochmals der AGA-Chipsatz, der in den letzten Modellen der Amiga-Serie eingebaut wurde.
- Erweiterungsbus: Der klingende Name „Zorro“ bezeichnete das Bussystem des Amiga, der je nach Modell eine Vielzahl von Steckplätzen für Erweiterungskarten boten. Bei einigen Modellen war es sogar möglich den Prozessor per Steckkarte durch einen schnelleren aufzurüsten.
- Graphikerweiterungen: Durch die Kartensteckplätze war es auch möglich die Graphikleistung des Amigas zu verbessern. Die wichtigsten Errungenschaften in diesem Bereich waren Genlock, eine Möglichkeit der Synchronisation von Amiga und Video; der Flickerfixer, für eine qualitativ hochwertige Bilddarstellung und die potentielle Nutzung im Büro; der so genannte „Video Toaster“ für verschiedene Formen der Videobearbeitung und vor allem der Scandoubler zur Erhöhung der Zeilenfrequenz und damit auch zum Anschluss von VGA-Monitoren.
- Festplatten: Amiga verwendete im Wesentlichen drei verschiedene Typen von Festplatten; zum einen die ST506 für die aller ersten Amiga-Modelle, zum anderen SCSI (Small Computer System Interface) Mitte und Ende der 80er Jahre und zuletzt ATA (Advanced Technology Atachment) bei den letzten Amiga-Modellen.