Amiga - Erweiterungen

Die Amiga-Computer aus den 80er Jahren boten für die damalige Zeit schon viele Möglichkeiten der Erweiterung und Aufrüstung. Beinahe jedes Modell konnte mit etwas Kostenaufwand und technischem Verständnis noch etwas verbessert bzw. den persönlichen Bedürfnissen angepasst werden. Manche Modelle stiegen damit zu regelrechten High-End Computern dieser Zeit auf.

In der Regel konnte bei allen Amiga-Modellen der Prozessor durch einen schnellern Prozessor oder eine andere Art von Prozessor ersetzt werden. Dies geschah anfangs durch Austausch des Chips zugunsten einer Steckkarte (so genannte Turbokarten) oder später durch die CPU-Slots. Durch diese Möglichkeit wurden viele der Computer noch leistungsfähiger als das zugrunde liegende, ursprüngliche Modell.
 
Die günstigen Grundmodelle A500, A600 und A1200 konnten meist um eine größere Festplatte erweitert werden (bis 3,5’’-Platten), die durch die Schnittstellen ATA oder SCSI angebracht werden konnten; frühe Amiga-Modelle, die noch keine SCSI-Schnittstelle besaßen, konnten diese normalerweise nachrüsten.
Bei den Modellen A500 und A500 Plus konnte sogar ein eigens von Commodore entwickeltes externes CD-Laufwerk mit dem Namen A570 angeschlossen werden, das die Spezialdatengräger CDTV wiedergeben konnte und zusätzlich über einen eigenen Audioausgang, einen SCSI-Steckplatz sowie eine potentielle Erweiterung des Speicherplatzes auf bis zu 2 Megabyte verfügte.

Die Modelle A2000, vor allem aber A3000 und A4000 galten als Hochleistungscomputer dieser Zeit, die mit den Expansion-Slot mehrere Möglichkeiten der Erweiterung durch Laufwerke oder Steckkarten boten. Die Modelle A3000 und A4000 gab es damals schon als Computer-Tower und mit recht leistungsfähigen Prozessoren; allerdings schlug sich das auch im Preis nieder, der um einiges höher lag als die Grundmodelle A500, A600 und A1200. Zusätzlich gab es kurzzeitig das Sondermodell A4000T mit der QuickPak 4060, das einen 68060 Prozessor bot.

Außerdem gab es von seitens Amiga Bemühungen ihre Modelle bürofähig zu machen, indem man einen verbesserten Monitor, den A2024 entwickelte, der zwar letztendlich über eine höhere Bildauflösung verfügte, dafür aber Farben und Geschwindigkeit einbüßte.